42grad: Euer KI-Guru lügt. Wilde Versprechen, null Transparenz: Was selbst ernannte Experten über technische Grenzen verschweigen, und warum ihr Workflow in der Produktion auseinanderfällt
Die KI-Beratungsszene hat ein Transparenzproblem. Versprechen kommen laut, technische Grenzen kommen gar nicht vor. "Agent in 10 Minuten live" klingt gut. Hält nicht.
Ich zerlege, was in so einem Demo-Agent technisch steckt, und was im echten Kundenkontakt fehlt: Datenzugriff, Fehlertoleranz, Eskalationslogik, menschliche Freigabe.
Das eigentliche Problem ist selten der Agent. Es sind Prozesse, die nicht maschinenlesbar sind. Kein System liefert Ergebnisse, wenn der Ablauf nur im Kopf einer einzigen Person steckt.
Was funktioniert, zeige ich an einem echten Fall: kein Agent im Kundenkontakt, sondern ein Assistent für einen klar abgegrenzten Prozess. Seit Herbst 2024 im Livebetrieb. 2,5 Stunden täglich zurückgewonnen.
Handlungsfähigkeit entsteht nicht durch den schnellsten Agent. Sie entsteht, wenn Organisationen wissen, was Maschinen zuverlässig können, und was nicht.

